Herbsttagung 2026 im Glockenmuseum Gescher
Herbsttagung
„Glocken im Westmünsterland und in Westfalen“
19. September 2026, Gescher, Glockenmuseum
Programm
ab 9.00 Uhr: Eintreffen, Kaffee
9.30 Uhr: Begrüßung
9.40 Uhr
Dr. Volker Jakob (Havixbeck)
„Heiliger Bimbam!“ – Gedanken über das Läuten, Bimmeln, Beiern in Westfalen iund anderswo
11.00 Uhr
Führung durch die Glockengießerei Petit & Edelbrock, Gescher
anschl. Mittagspause (Imbiss im Hotel Tenbrock)
14.00 Uhr
Dr. Claus Peter (Hamm)
Berühmte Glockengießer im (westlichen) Münsterland und ihre Glocken
15.00 Uhr
Dr. Hanna Koch (Gescher, Leiterin des Glockenmuseums)
Führung im Glockenmuseum
ca. 16.00 Uhr: Ende der Tagung

Gut 25 Teilnehmer haben sich am 19. September 2026 im Westfälischen Glockenmuseum zu unserer Herbsttagung 2026 eingefunden. Sie bekamen aus verschiedenen Perspektiven Einblicke in eine nbur teilweise technisch-praktische, insgesamt aber mehr künstlerisch-ästhetische Glockenwelt.
So war an diesem Tag doch mehr das Empfinden und Erleben angesprochen. Schade, dass nicht mehr Mitglieder (und Gäste) den Weg nach Gescher gefunden haben.
(Foto: B. Fritsch)
Dr. Volker Jakob nahm seine Zuhörer mit auf eine teils auch emotionale Gedanken- und Erinnerungsreise ins Land der Glocken: quer durch Europa, durch ältere und jüngere Zeiten, mit Ausflügen in die Liederwelten, in die Blumenwelten mit vielen an die Gattungsnamen angehängten „Glöckchen“ (Schneeglöckchen z.B.), in die Lyrik der Klassik (Johann Wolfgang von Goethe) und Moderne (Christian Morgenstern). Überall begleiten und sehr lange schon begleiten uns Glockenklänge auch im Alltag.

(Foto: B. Fritsch)
Intensiv setzten sich die Teilnehmer mit der künstlerischen Seite der Glockenplanung und -herstellung auseinander. Besonders die Notwendigkeit und Fähigkeit der Glockenmacher, einen in 16tel Schritten bestimmten reinen Ton durch Berechnung und Erfahrung in die Glocke einzuarbeiten, beeindruckte die Teilnehmer. Hörbar wurde diese Eigenschaft einer guten Glocke im Hofgelände draußen am Beispiel einer alten Glocke und ihren Obertönen.

(Foto: B. Fritsch)

Über die beiden zuletzt erschienenen Bände des GhL-Jahrbuchs (Bd. 8 Kolonialismus und Bd. 9 Migration) freute sich der Glockensachverständige Dr. Claus Peter, der seinen informativen Vortrag über die Glockengießer im Westmünsterland und ihre Glocken mit vielen Bildern anschaulich gestaltet hatte.
(Foto: U. Pällmann)
Zum Schluss zeigte Dr. Hanna Koch, die Leiterin des Museums, an verschiedenen Glocken in der Ausstellung auf, wie Gestaltung sich gewandelt, über Jahrhunderte aber auch beständige Qualität vielen Glocken ein langes „Leben“ beschert hat.
Es war aus Sicht des Vorstands ein lohnender Versuch, ein Thema abseits der Politik aufzugreifen. BF

Der Vorsitzende dankte Frau Dr. Koch für die gastfreundliche Aufnahme in ihrem Haus und für die aufschlussreiche Führung durch die Ausstellung.
(Foto: U. Pällmann)




f, Ahaus

