Der Kampf um das Kreuz
Dr. Magdalene Heuvelmann referiert über den katholischen Widerstand 1936/37
Dr. Magdalene Heuvelmann referiert über den katholischen Widerstand 1936/37
Im Anschluss an ihre Mitgliederversammlung am 24. April 2012 referierte Dr. Magdalene Heuvelmann zum Thema „Der Kampf um das Kreuz als politisches Aktionsfeld von Katholikinnen im Nationalsozialismus“ im Saal der Burg in Velen-Ramsdorf.
Religion und Glauben waren im Nationalsozialismus hoch brisante politische Themen und die Auseinandersetzung um sie fand auf vielen verschiedenen Ebenen statt. Eine von diesen ist die religiöse Erziehung der Kinder und Jugendlichen im Rahmen ihrer Schulausbildung.
Als 1936/37 das Symbol des christlichen Glaubens – das Kreuz – in den Schulen von den Wänden abgehängt und durch ein Hitlerbild ersetzt werden sollte, kam es an vielen Orten im Bistum Münster zu Protesten und sogar zu Demonstrationen. Wenig bekannt ist bislang, dass diese meist von den Frauen vor Ort initiiert wurden.
Der Vortrag erläuterte die mutigen und doch auch begrenzten Handlungen von Katholikinnen im Nationalsozialismus anhand dieses Beispiels. Der Vortrag ist im Rahmen der Forschungen zur Frauengeschichte im Bistum Münster entstanden. Dazu ist auch ein Buch erschienen: „… welchen Einfluß das im Christenthume veredelte Weib ausübe“. 1200 Jahre Frauen im Bistum Münster. Hrsg. vom Bistum Münster, Referat Frauenseelsorge, Münster (Dialogverlag) 2005.
Dr. Magdalene Heuvelmann arbeitet mit ihrem Büro „Tradition hat Zukunft“ als freiberufliche Historikerin und lebt in Glandorf.
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f, AhausTagung: Zwischen Ruhrkampf und Entnazifizierung (22.9.2012)