„Im schönsten Wiesengrunde?“
Vortrag zur Geschichte des Begriffs „Heimat“ im Stadtmuseum Borken
Vortrag zur Geschichte des Begriffs „Heimat“ im Stadtmuseum Borken
Missbraucht, verpönt – und wiederentdeckt: Der Begriff „Heimat“ hat in Zeiten der Globalisierung offenbar wieder Konjunktur. Was steckt dahinter? Und was ist mit dem Wort überhaupt gemeint? Meinen alle dasselbe, wenn sie das Wort verwenden? Ist das nicht ein Begriff von „vorgestern“, der nach Biedermeier und röhrendem Hirsch riecht, nach Dorfklüngel und selbsternanntem Paohlbürgertum? Der Schriftsteller Martin Walser hat in den aufmüpfigen 60er Jahren formuliert: „Heimat, das ist sicherlich der schönste Name für Zurückgebliebenheit.“ Passt also Heimat überhaupt noch zu einer offenen Gesellschaft?
Der Historiker und Buchautor Gisbert Strotdrees, Redakteur beim Landwirtschaftlichen Wochenblatt Westfalen-Lippe und Lehrbeauftragter an der Universität Münster, wird im Stadtmuseum Borken am kommenden Mittwoch, den 12. Oktober, Interessantes und bislang Unbekanntes aus der Geschichte des umstrittenen Begriffs berichten und heutige Verständnisweisen erörtern.
In Kooperation mit der Gesellschaft für historische Landeskunde des westlichen Münsterlandes laden Heimatverein, Volkshochschule und Stadtmuseum Borken im Rahmen der Reihe „Geschichte ist mehr“ herzlich zu diesem Vortrag ein.
(Pressemitteilung in: Borkener Zeitung, 11.10.2011)

Gisbert Strotdrees (Historiker, Redakteur)
(Foto: B. Lütke-Hokenbeck)

Jugendgeschichtspreis 2011 (7.11.2011)