
21. März 2026
Frühjahrstagung: Mitgliederversammlung und Vortrag
An der Mitgliederversammlung nahmen insgesamt 27 Personen teil, darunter auch die Vertreterin des Heimatvereins Heiden, Frau Brösterhaus, und die Vertreterin des Stadtarchivs Stadtlohn, Frau Rosing, sowie der Ehrenvorsitzende Prof. Dr. Ludger Kremer.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Dr. Bruno Fritsch und Erledigung der Regularien gedachte die Versammlung der in den letzten 12 Monaten verstorbenen Mitglieder der GhL, Ernst Stoewe, Winfried Semmelmann, Jochen Isert und Hinrich Petersen.
Der Vorsitzende erstattete den Tätigkeitsbericht für 2025. Die Mitgliederzahl beträgt aktuell 127 (einschließlich der Partner/innen). Stattgefunden haben 2025 die Mitgliederversammlung am 5. April 2025 in Borken (Stadtarchiv) und die Herbsttagung unter dem Titel „Kindheit und Jugend im 20. Jahrhundert im Münsterland“ mit der kleinen „Geburtstagsfeier“ anlässlich „20 Jahre GhL“ in Vreden (Kult).
Schatzmeisterin Renate Volks-Kuhlmann berichtete über eine konstante Kassenlage, die am Jahresende 2025 um rund 800 Euro höher war als im Jahr zuvor, vor allem aufgrund geringer Honorarkosten für die Vorträge.
Die beiden Kassenprüfer für das Jahr 2025, Dr. Franz Josef Tinnefeld und Bernd Telgmann, haben eine einwandfreie Kassenführung festgestellt, so dass Herr Telgmann, auch für seinen verhinderten Kollegen, die Entlastung des Vorstands beantragen konnte. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.
Da Herr Tinnefeld aus Altersgründen das Amt nicht weiterführen wollte, hat sich vor der Versammlung Dr. Hermann Josef Stenkamp grundsätzlich bereit erklärt, das Amt zu übernehmen. Da keine weitere Kandidatur vorlag, haben die Mitglieder einstimmig Bernd Telgmann und Hermann Josef Stenkamp als Kassenprüfer für 2026 gewählt.
In seinem Bericht über die Planungen für das Jahr 2026 ging der Vorsitzende auf die Ausschreibung des Jugendgeschichtspreises 2026 ein, auf deren Erfolg der Vorstand schon recht gespannt sei. Ein weiterer wichtiger Punkt war die Herbsttagung am 19. September im Glockenmuseum Gescher. Außerdem werde wie in den letzten Jahren im September das neue Jahrbuch Bd. 10 für 2025 in Druck gehen. Weitere Veranstaltungen seien aktuell nicht geplant.
In der Aussprache gab es einzelne Wortmeldungen, u.a. von Richard Sühling (Raesfeld), der für die Thematisierung der sogenannten „Osthilfe“ in den 1930er Jahren plädierte, die auch in unserem Raum eine gewisse Bedeutung hatte. In diesem Zusammenhang wies der Vorsitzende noch einmal auf die Möglichkeit hin, kurze Beiträge für den Blog der GhL zu verfassen und sich so an der Diskussion über interessante Ereignisse zu beteiligen.
Damit endete die Versammlung.

Die Referentin Dr. Sandra Peternek mit den den beiden Vorsitzenden der GhL.
Ein spannender Vortrag
Dr. Sandra Peternek: „Ein Ritt durch alte Zeiten – Archäologie im Kreis Borken“
In der Pause kamen einige Gäste hinzu, die sich für den Vortrag von Dr. Sandra Peternek, seit 2026 Direktorin der LWL-Archäologie in Münster, interessierten, so dass insgesamt etwa 40 Zuhörer teilnahmen.

Die Referentin erwies sich schnell als rundum informierte, ausgesprochen sachkundige „Expertin“, wie die Borkener Zeitung titelte. Sie kannte die Grabungen der letzten Jahre, auch die aktuelle in Heek, und machte ihre Zuhörer auf die (nicht nur wissenschaftliche) Bedeutung der Funde neugierig.
Oft ging es um die Alltagskultur in einer uns wahrlich fernen Welt: Wie und wovon lebten die Menschen in unserer Region vor 70000 Jahren? Wie weit reichten die Kontakte in der römischen Kaiserzeit?
Anschließend ging sie gern auf Fragen der Besucher ein, auch der „Sondler“ im Westmünsterland (und den angrenzenden Niederlanden).
Mit starkem Beifall bedankten sich die Teilnehmer bei der Referentin für ihren hochinteressanten Vortrag. BF

Grabungsfunde aus Borken-Südwest (Hovesath).
(Fotos: LWL / S. Brentführer)
Rückblicke auf 2026


